Ja, ich bin Essenerin

Als ich zum ersten Mal mehr zufällig als absichtlich an einem Infoabend von Agnisha und Sumara teilnahm, hatte ich vorher noch nie etwas von den Essenern gehört. Ich hörte zu und war überrascht, dass mir bei der einführenden Meditation sofort klare Bilder und Eindrücke kamen. So nutzte ich die Gelegenheit und liess gleich mal nachschauen, ob ich auch dazugehöre, denn mal fragen, kann ja nicht schaden und siehe da: ja, das ist wohl so… - aha!

Besonders merkte ich schon damals die Selbstverständlichkeit, natürliche Klarheit und Bodenständigkeit, die mich immer begleitet, wenn ich mich mit den Essenern beschäftige. Meine Tendenz, erst einmal zu bremsen und anzuzweifeln, ob das denn wohl alles so sein kann oder ob das nicht nur Auswüchse meiner Fantasie oder Wunschdenkens sind, begegnet mir sonst überall im Leben und besonders bei spirituellen Dingen. Im Zusammenhang mit den Essenern haben diese Gedanken aber gar keine Lust, sich breit zu machen. Es stellen sich mir Fragen und die Antworten lassen immer nicht lange auf sich warten, ich finde sie immer schnell und das alles zuzulassen fällt mir nicht schwer, denn es ist immer ein Quell der Freude.
Besonders nach meiner Ausbildung bemerkte ich, dass öfter, wenn ich so durch die Strassen von Münster schlenderte, sich ein breites, zufriedenes Grinsen auf meinem Gesicht Platz verschaffte, was mir nur auffiel, weil meine Gesichtsmuskeln sich bemerkbar machten ob dieser ungewohnt lang anhaltenden Beanspruchung. Beim Bewusstmachen, was denn wohl die Ursache für diesen glücklich entrückten Zustand ist, entdeckte ich, dass ich die ganze Zeit mit dem Gedanken verbunden war: Hey, ja, ich bin Essenerin!!

Neue Fragen, neue Antworten die mir kommen - mein Weltbild komplettiert sich. Die Vorstellungen darüber, wie, warum und warum auf diese Weise die Essener wohl damals gelebt haben und wohin das alles führen soll, stellen sich von selber ein.
Parallel dazu erklärt sich mir immer mehr, warum heute alles so ist, wie es ist in unserer Welt; welchen Sinn dieses Chaos hat, in dem wir leben und welchen Weg wir beschreiten können, um diese Welt zu einer friedlichen und gerechten Welt zu machen. Das gibt mir Mut und das Gefühl, gut aufgehoben zu sein in meinem Alltag. Ich erkenne den Sinn meines jetzigen Lebens. Dieses Vertrauen stärkt mich und das kann ich auch an andere weitergeben. Da ist es dann egal, ob ich wirklich mal als Essenerin gewirkt habe oder nicht. Die Beschäftigung mit den Essenern und das Arbeiten mit dieser Heilkraft macht mich zur Essenerin und zwar hier und jetzt. Und den Weg der Essener, den gehe ich heute in diesem Leben mit dem Gefühl, dass ich geführt werde und wachse - und das fühlt sich gut an.
Was will ich also mehr!!
Kürzlich fragte ich Sumara, ob denn nicht ein eigenes Seminar für mich bereit liegt und ja, es ist so: ein Essener Seminar nur für Essener wartet auf mich! Und wieder ertappe ich mich, breit grinsend durch Münsters Strassen zu streifen mit dem Gedanken verbunden: Toll, ich bin Essenerin!!